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Effizientes Umweltmanagement

Integrierter Umweltschutz

Die erforderliche Schonung der Ressourcen und der Schutz der Umwelt stellen für die Benteler-Gruppe gelebte Unternehmenspraxis dar. Das Unternehmen will einen positiven Beitrag zu einer nachhaltig gesicherten Zukunft leisten, indem alle Bereiche ihre Umweltleistung laufend verbessern und das Bewusstsein hierfür bei Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden gefördert wird. Die Maßnahmen zur umweltgerechten Gestaltung umfassen die gesamte Produktpalette und sämtliche Produktionsabläufe. Hierbei berücksichtigt Benteler den vollständigen Lebenszyklus der Produkte, von der Verwendung der Rohstoffe über die Produktentwicklung, Produktion und Produktnutzung bis hin zur Entsorgung und Wiederverwertung. Damit ist der integrierte Umweltschutz in allen Aktivitäten der Benteler-Gruppe gleichrangiges Unternehmensziel - gleichgestellt mit der Erzeugung höchster Qualität und maximaler Kundenzufriedenheit bei höchstem Sicherheitsniveau für die Mitarbeiter. Dies ist in den Unternehmensleitlinien festgeschrieben. Die Benteler-Gruppe hat ein Umweltmanagementsystem installiert, dass regelmäßig nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert wird. Im Berichtsjahr konnten alle Werke die Anforderungen an diese Norm erfüllen. In vielen Punkten wurden diese sogar noch übertroffen.

 

Umweltbewusstes Handeln

Darüber hinaus ist Umweltschutz täglich gelebte Praxis - und direkt abhängig vom Engagement der Mitarbeiter. Benteler fördert an allen Standorten mit einem umfangreichen Schulungsprogramm das Bewusstsein für die Wechselwirkungen der Produktionsprozesse mit der Umwelt. Zahlreiche Einzelmaßnahmen wie der Aufbau von Standortkatastern zur Visualisierung von Lärmemissionen, die Substitution von Lösemitteln durch innovative Korrosionsschutzbehandlung, die Einführung einer neuen Prozessleittechnik im Stahlwerk Lingen oder die Erarbeitung von Abschaltchecklisten für nicht benötigte Hilfsaggregate belegen dieses hohe Niveau.

 

Europäische Chemikalienverordnung REACH

Die REACH-Verordnung, ursprünglich geschaffen zur Verbesserung des Schutzes der Gesundheit und der Umwelt durch lückenlose Informationen über die Eigenschaft von Stoffen, umfasst alle in der EU hergestellten Stoffe und Nebenprodukte, wie auch die beim Stahlschmelzprozess entstehende Schlacke. Benteler Stahl/Rohr hat daher für die Schlacke unter EU-weiter Beteiligung der gesamten Branche eine umfassende Dokumentation zur chemisch-physikalischen Beschaffenheit erarbeitet und zum Stichdatum, 30. November 2010, der neugegründeten Zentralbehörde in Helsinki, Finnland, übermittelt. Nach dem Grundsatz „no data - no market" wäre die künftige Vermarktung ohne Registrierung nicht erlaubt, was faktisch ein Produktionsverbot für das Stahlwerk bedeutet hätte.

 

Die bei der Benteler Automobiltechnik implementierte standardisierte SAP-Stoffdatenbank zur Rückverfolgbarkeit der eingesetzten Stoffe nach den Anforderungen der REACH-Verordnung wurde inzwischen in allen Regionen des Geschäftsbereiches erfolgreich eingeführt. Zudem wurden die Verfahren zur präventiven Notfallorganisation, Notfallvorsorge und Gefahrenabwehr für Mitarbeiter und Umwelt optimiert. Ein weiterer festgelegter Prozess regelt weltweit den sicheren Bestellvorgang und die Substitutionsprüfung von Gefahrstoffen zur Kontrolle und Reduktion gefährlicher Stoffe.

 

Energiemanagementsysteme

Der Kern des in 2010 im Geschäftsbereich Benteler Stahl/Rohr eingeführten Energiemanagementsystems ist eine umfangreiche Datenerfassung aller Energieverbrauchsstellen, die das Identifizieren von Schwachstellen ermöglicht. Das System ist an der neuen Norm DIN EN 16001 ausgerichtet und wurde in das bestehende Managementsystem integriert. Die Benteler Automobiltechnik startete das Projekt „Integriertes Managementsystem", um die ökologischen und ökonomischen Zielsetzungen des Unternehmens noch besser erreichen und verbessern zu können. Dabei werden die Energieaspekte der Norm DIN EN 16001 und die Umweltaspekte der Norm ISO 14001 in einem einheitlichen Prozess beschrieben.

 

Abfallnachweisverfahren

Das neue Abfallnachweisverfahren wurde vollständig auf EDV umgestellt. Es ermöglicht eine wesentlich vereinfachte Kommunikation zwischen Abfallerzeuger, Abfallentsorger und Behörden. Musste früher für jede einzelne Charge eine umfangreiche Papierdokumentation erstellt und zwischen den Beteiligten ausgetauscht werden, wird dies nun über ein Mailsystem abgewickelt, bei dem die die staatliche Zentrale Koordinierungsstelle (ZKS) als Informationsdrehkreuz fungiert. Das unter Federführung des Geschäftsbereichs Benteler Stahl/Rohr für alle deutschen Benteler-Standorte durchgeführte Projekt wurde in 2010 erfolgreich abgeschlossen. Zur Optimierung des Abfallmanagements wurde bei der Benteler Automobiltechnik ein neuer KPI (Key Performance Indicator) entwickelt. Er bewertet recyclebare Abfälle positiv und Deponieabfälle negativ und trägt so zur Vermeidung von Deponieabfällen bei.